Yangchon Brewery

Reisweingut & Brennerei, Nonsan, KR

Yangchon ist eine der ältesten durchgehend betriebenen Brauereien Koreas. 1920 gegründet, braut die Familie heute in dritter Generation, noch immer im hölzernen Brauhaus von 1930, dessen natürliche Belüftung Wärme und Feuchtigkeit der Gärung seit fast hundert Jahren ganz ohne Technik reguliert. Ein lebendiges Stück koreanischer Handwerksgeschichte.

Bio-Reis, gepflegt von Schnecken

Der Reis für die Premium-Linie wächst nach der Urengi-Methode: Statt Herbizide einzusetzen, geben die Bauern Sumpfdeckelschnecken in die gefluteten Reisfelder. Die Schnecken halten das Unkraut auf natürliche Weise in Schach, der Reis bleibt frei von chemischen Rückständen und behält einen reinen, natürlichen Geschmack. Es ist Landwirtschaft im Einklang mit dem Wasser, dem Boden und den Jahreszeiten, und die Grundlage für den klaren Charakter der Yangchon-Reisweine.

Ipguk

die Kunst der Verzuckerung

Neben dem klassischen Nuruk arbeitet Yangchon mit Ipguk: gedämpften Reiskörnern, die gezielt mit Fermentationskulturen beimpft werden. Das Ipguk wandelt die Stärke des Reises in Zucker um und bildet dabei eine feine natürliche Säure, die die junge Maische vor Fehlgärung schützt, eine Technik, die seit dem frühen 20. Jahrhundert zum Handwerk koreanischer Brauereien gehört. Sie verlangt Erfahrung und tägliche Aufmerksamkeit, schenkt dem Reiswein aber Klarheit, Frische und Verlässlichkeit.

Warum hier Perfektion zählt

Wer ein Haus über hundert Jahre führt, kann sich Nachlässigkeit nicht leisten: Jede Flasche trägt den Namen dreier Generationen. Diese Haltung reicht bis ins Detail, vom Reisfeld über die Gärkammer bis zur Gestaltung: Für den Yeoyu Soju, die Wiederauflage eines 1956 im Haus gebrannten Soju, wurde Yangchon mit dem iF Design Award ausgezeichnet. Tradition heißt hier nicht Stillstand, sondern der Anspruch, jeden Schritt so gut zu machen wie möglich.

#7 Yangchon_Brewery

Soju Halle
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