OmyNara

Omija Weingut & Brennerei, Mungyeong, KR

OmyNara steht für zwei Werte: Innovation und Integrität. Da Koreas Brautradition durch staatliche Verbote im 20. Jahrhundert fast vollständig unterbrochen wurde, greift Lee Jong Ki auf modernste Technologien aus aller Welt zurück, immer mit dem Ziel, einen Wein zu schaffen, der auf internationalem Niveau besteht. Und das Wort Sangsaeng, gegenseitiges Gedeihen, beschreibt seine Beziehung zu den Omija-Bauern der Region ebenso wie zu seinen europäischen Partnern. Seine Mission ist klar: zu beweisen, dass Korea einen weltklassigen Geist besitzt, der seinen Platz neben den Besten der Welt verdient.

Lee Jong Ki

Lee Jong Ki ist der Gründer und Blendmeister von OmyNara, einem der außergewöhnlichsten Weingüter Koreas. Mit über 40 Jahren Erfahrung in der Destillation, einem Masterabschluss der Heriot-Watt University in Edinburgh und Jahrzehnten intensiver Forschung hat er etwas geschaffen, das es in dieser Form noch nie gab: OmyRosé Yon, den weltweit ersten Schaumwein aus Omija (Schisandra chinensis).

In Korea gehört zur Kunst des Winzers auch die Destillation. OmyNara führt diese Tradition mit Gowoon Dar fort, einem exklusiven Omija-Brand, gereift in Keramik oder Eiche. Klar, elegant und präzise verkörpert er die Tiefe koreanischer Brennkunst.

Omija

auf Deutsch etwa „Beere der fünf Geschmäcker“, vereint in einer einzigen Frucht süß, sauer, salzig, bitter und scharf. Sie wurde in Korea seit Jahrhunderten als Heilpflanze verwendet, ist im medizinischen Klassiker Dongeuibogam als Mittel gegen Kater beschrieben und soll von König Yeongjo der Joseon-Dynastie regelmäßig als Tonikum genossen worden sein. Ihr lateinischer Botanikname, Schisandra chinensis, in älteren Quellen auch Maximowiczia chinensis, gilt als Hinweis auf ihren einstigen Ruf im Westen: ein begehrtes Gewürz aus dem Fernen Osten, das schließlich in Vergessenheit geriet, weil es nicht zu beschaffen war.

Mungyeong

Sein Weingut liegt in Mungyeong, einer Bergregion an der Grenze zwischen Nord-Chungcheong und Nord-Gyeongsang, etwa drei Stunden von Seoul entfernt, eine der wenigen Gegenden Koreas, in der Omija ihre volle Komplexität entfalten kann, und zugleich die Region, in der die meiste Omija des Landes angebaut wird. Die Pflanze wächst auf Höhenlagen über 300 bis 800 Metern, bevorzugt kalte Klimazonen und stellt höchste Ansprüche an Boden und Pflege. Anders als die tiefwurzelnde Weinrebe ist Omija flachwurzelnd und ertragsschwächer, Eigenschaften, die eine massenhafte Produktion ausschließen und das Ergebnis von vornherein in den Premiumbereich verweisen. Dementsprechend wird Omija zwar zur gleichen Zeit wie Weintrauben geerntet, erzielt aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften jedoch deutlich höhere Marktpreise.

Omija Schaumwein

Forschung für eine unverwechselbare Frische

Schon zu Beginn seiner Laufbahn hatte Lee Jong Ki den Gedanken, aus Omija einen großen koreanischen Wein zu schaffen, konkrete Gestalt nahm dieser Traum ab 2008 an, als er mit der Entwicklung seines Schaumweins begann. Nach drei Jahren intensiver Erprobung, neun Reisen in die Champagne eingeschlossen, erschien im November 2011 der erste echte Schaumwein aus Omija. Heute wird OmyRosé Yon nach der Charmat-Methode hergestellt: eine Zweitgärung im Drucktank, die dem Wein seine feine Perlage und seine charakteristische rubinrote Farbe verleiht. Die Säure der Omija, fünfmal höher als die der Weintraube, ist dabei keine Schwierigkeit, sondern das eigentliche Geheimnis: Sie ist der Grund für die einzigartige Frische, Komplexität und Tiefe, die kein anderer Rohstoff erreichen kann.

#1 OmyNara

Soju Halle
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