Cho Andong
Brennerei, Andong, KR
Cho Andong Soju bewahrt die zweite große Familienlinie des Andong Soju. Meisterin Cho Ok Hwa, Korea Food Master Nr. 20, hat das Geheimrezept ihrer Familie nach den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts wiederbelebt, ein klassischer Brand aus dem traditionellen Brennkolben: klar, rein und von historischer Stärke.
Andong 1999: ein königlicher Besuch
Am 21. April 1999 besuchte Königin Elizabeth II. das Dorf Hahoe bei Andong, es war ihr 73. Geburtstag. Die Geburtstagstafel bereitete Cho Ok Hwa: 47 traditionelle Gerichte, darunter Spezialitäten, die einst allein dem König vorbehalten waren, und dazu ihr Andong Soju. Es war ein besonderer erster Moment der Begegnung: Die britische Königin, zu Gast in Koreas konfuzianischem Herzland, an einer Tafel, die eine Meisterin des Landes gedeckt hatte. Der Besuch machte den Brand weit über Korea hinaus bekannt.
Cho Ok Hwa
Die Werte der Meisterin
Cho wurde im Jahr 2000 als Korea Food Master ausgezeichnet, die Anerkennung eines Lebenswerks. Viele Adelsrezepte gingen in der Kolonialzeit verloren, als das Hausbrauen verboten war; dass das Rezept ihrer Familie überlebte, verdankt es ihrer Beharrlichkeit. Ihr Soju entsteht im traditionellen Brennkolben, dem Sojutgori, ohne jede Zugabe, mit rund 45 Volumenprozent, der historischen Stärke. Und ihr wichtigstes Werk ist die Weitergabe: Innerhalb der Familie bildet sie die Nachfolger aus, damit das Wissen nicht wieder in Gefahr gerät.
Hahoetal und Keramik
Andong ist die Heimat des Hahoetal, der berühmtesten Maske Koreas. Ihr wissendes Lächeln gehört zum Maskenspiel des UNESCO-gelisteten Dorfes Hahoe, das dort seit Jahrhunderten aufgeführt wird, und ist längst zum Sinnbild der ganzen Region geworden. Diesem Erbe begegnet man auch in der Flasche: Traditionell wird der Soju in Keramikgefäßen abgefüllt, die das Motiv der Maske tragen. Der Ton schützt den Brand vor Licht und Wärme, und vereint Volkskunst, Handwerk und den Geist von Andong in einem einzigen Gefäß.